Ist
Westernreiten wirklich so anders als unsere klassische Reitweise ?
Na
ja , wenn man bedenkt, das so ein Cowboy sein Pferd als Arbeits-Hilfsmittel
einsetzt und täglich 8 Stunden und mehr auf dem Pferderücken
verbringt, habe ich mir immer vorgestellt wie Cowboy und Pferd es wohl finden
würden wenn dort ständig mit treibenden Kreuz und Schenkelhilfen
gearbeitet würde und das Pferd immer in "Anlehnung" geritten
würde. Ich glaube beide würden sich bedanken.
Also ist es
schon etwas anderes. Man versucht mit wenig Aufwand viel zu erreichen.
Hilfen sind oft nur Impulse die sofort aufhören wenn die gewünschte
Wirkung erreicht wurde. Nein, wir reiten nicht nur am langen Zügel.
Gymnastiziert wird auch im Westernreiten in der Versammlung.
Das Endprodukt der Westernausbildung ist ein Pferd, das am langen Zügel
(oder ohne) mit kaum sichtbaren Hilfen kontrolliert wird.
Der Weg dorthin ist aber auch mit Arbeit verbunden, so treffe ich
doch den Ein oder Anderen, der mit Westernreiten entweder nur Rodeos verbindet
oder meint wir würden quasi per Gedankenübertragung meist ohne
Sattel und mit einem Seil im Maul wie die Indianer reiten. Bei mir funktioniert
es leider nicht - Schade.
Das "moderne" Westernreiten
beinhaltet auch hartes Training, das sich je nach Disziplin und Ehrgeiz
auch an den Anforderungen aus dem Turniersport orientiert.
Beim Westernreiten sind die Trainingsmethoden und Philosophien sehr
vielfältig. So muss man schon eingehend prüfen welcher Trainer der
Richtige und nach welcher Methode man gerne lernen möchte.